Simons Seitz's Einsatz in der Amano Schule in Sambia

Amano ist eine Schule mit ca. 60 Schülern, die die Woche über oder auch für das ganze Semester, hier wohnen. Zusätzlich kommen noch einige Schüler,...

Amano ist eine Schule mit ca. 60 Schülern, die die Woche über oder auch für das ganze Semester, hier wohnen. Zusätzlich kommen noch einige Schüler, die jeden Tag zur Schule kommen. Es ist ein großer Campus mit Schulgebäuden (zum Teil aus alten Schiffscontainern), mehreren Werkstätten und Wohngebäuden. Ein weiterer Deutscher und ich helfen als Betreuer im Haus in dem die Jungen untergebracht sind. Mr. und Mrs. Kamanga, ein einheimisches Ehepaar sind als Hauseltern für uns verantwortlich. Außer uns gibt es noch 4 weitere Volunteers, die die Mädchen betreuen oder andere Aufgaben haben.

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Meine Reise hierher verlief gut. Ich bin am Samstag den 8. Januar früh morgens in Lusaka angekommen und musste dort dann 8 Stunden auf meinen Anschluss warten. Ich hatte Gelegenheit mich mit einigen Leuten dort zu unterhalten unter anderem einem indischen Taxifahrer, ein paar Fotos zu machen, und mein erstes Essen hier in Sambia zu essen und ein wenig zu schlafen.

Nachmittags dann ging es in einer Kleinmaschine nach Ndola weiter, wo ich von Familie Brunners empfangen wurde, die eine Werkstatt und zwei Gastwohnungen für Missionare haben. Dort habe ich übernachtet und hatte Gelegenheit ihre Kinder kennenzulernen, die auch zur Amano Schule gehen.

Leider wurde mir, glaube ich, unterwegs mein Reisegeld in Dollar gestohlen. Jedenfalls kann ichs nicht mehr finden. Sehr ärgerlich. Trotzdem habe ich noch ungefähr 60-70 Dollar in Kwacha, was für das meiste hier reichen sollte.

Die erste Woche hier an der Amano Schule verlief relativ ruhig. Ich und eine andere neue Volontären hatten in den ersten Tagen Magen-/Darmprobleme. Einer der Jungs hatte Malaria und lag 3  Tage im Bett, aber es geht ihm schon wieder gut. Unser Tagesablauf hier ist relativ streng geregelt. Die Hauseltern haben klare Vorstellungen, wie alles abzulaufen hat.

Die meisten Schüler sind auch an den Tagesablauf hier gewöhnt und ich kann sie fragen, was nun als nächstes zu passieren hat. Es sind aber auch einige neu an der Schule. Ein Sohn eines amerikanischen Missionars hat es vorgestern abend geschafft, einmal alle anderen Jungs gegen sich aufzubringen, indem er erklärte dass American Football ein bedeutenderer Sport wäre als Fussball.

Es regnet täglich, meistens nachmittags oder abends, und es gibt viele Tiere und Insekten zu sehen. Vor allem von Insekten scheint mir täglich eine neue Art zu begegnen. Es gibt Ameisen in verschiedensten Größen, Termiten, Heuschrecken, Motten und viele Schmetterlinge. Am Donnerstag morgen hing in der Dusche ein Gecko an der Wand.

Gestern (Freitag) bin ich mit Frank und Julia Wittmann in Chingola gewesen. Es war interessant die Märkte und vielen Leute zu sehen. Einerseits sehen die Stände recht ärmlich aus, andererseits sind die Preise aber von denen in Europa nicht weit entfernt. Ich wollte mein Telefon freischalten lassen, um es hier verwenden zu können. Der Mann hinter der Theke wollte 200.000 Kwacha dafür, das sind über 40 US Dollar, was ich natürlich nicht akzeptiert habe. Vermutlich hielt er mich für einen reichen Ausländer.

Im nächsten Quartal werde ich hoffentlich ein bisschen Webdesign unterrichten können, bis dahin bin ich nur im Dorm tätig. Aber ich habe mir die Schule schon gründlich angeschaut. Sie sind einigermaßen gut ausgerüstet mit ca. 2 Jahre alten PCs auf denen Linux (ubuntu) läuft. Und ich habe schon ein paar interessante Ideen, was man machen könnte.

Am Samstag bin ich plötzlich krank geworden: hohes Fieber und Durchfall. das Fieber ist heute (Montag) weg, aber meine Verdauung ist immer noch nicht in Ordnung.  Um das auzukurieren muss ich eine Menge von einem scheusslichen Gemisch namens ORS trinken, das bei mir Brechreiz verursacht.

Liebe Grüße,
Simon

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